Edelsteine und christlicher Glaube www.stonedance.de

Mythologische Steine der Bibel

Die Bibel ist ohne Zweifel eines der ältesten Dukumente. Für den christlichen Kulturraum ist sie das Buch der Bücher.
In der Bibel werden unzählige Male einzelne Edelsteine erwähnt. Unter anderem werden zwölf Steine genannt, die nach der Vorschrift den Brustschild des Hohepriesters der Hebräer bedeckten, wenn er in Salomons Tempel erschien. Diese Steie entsprechen den zwölf Söhnen Jakobs und den von ihnen abgeleiteten zwölf Stämmen des Volkes Israel. Im 2. Buch Mose 28, 15-21 kann man lesen:

"Das Amtsschild sollst du machen nach der Kunst, wie den Leibrock, von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand. Viereckig soll es sein und zwiefach; eine Spanne breit soll seine Länge sein und eine Spanne breit seine Breite. Und sollst's füllen mit 4 Reihen voll Steine. Die erste Reihe sei ein SARDER, TOPAS, SMARAGD; die andere ein RUBIN, SAPHIR, DIAMANT; die dritte ein Lynkurer (HYAZENIT oder OPAL), ACHAT, AMETHYST; die vierte ein TÜRKIS, ONYX, JASPIS."

Greifen wir aus dem reichen Fundus der heiligen Schrift einige Beispiele heraus:

Offenbarung 4, 2-3: Und siehe, ein Stuhl war gesetzt im Himmel und auf dem Stuhl saß einer; und der da saß war gleich anzusehen wie der Stein JASPIS und SARDER; und ein Regenbogen war um den Stuhl, gleich anzusehen wie ein SMARAGD.

1. Mose 2, 12: Und das Gold der Landes Hevila ist köstlich; und da findet man Badellio (Harz) und den Edelstein ONYX.

Hohelied 5, 14: Seine Hände sind wie goldene Ringe, voll TÜRKISE. Sein Leib ist wie reines ELFENBEIN, mit SAPHIREN geschmückt.

Zum selber Nachlesen in der BIBEL:
2. Mose 24, 10; 2. Mose 28, 9-11; Hiob 28, 1-19; Sprüche 31, 10; Jesaja 54, 11-12; Tobias 13, 16; Jeremia 17, 1; Hesekil 1, 26; Hesekil 28, 12-13; Daniel 10, 5-6; Matthäus 7, 6; Mattähus 13, 46.


Die zwölf Mauern aus Edelsteinen der Gottesstadt
des neuen Jerusalems in der Apokalypse

In der Offenbarung des Johannes finden sich, in Übereinstimmung mit den zwölf Stämmen Israels, zwölf Edelsteine genannt. Sie sollten die Fundamente die Fundamente der zwölf Tore zur Gottestsadt des neuen Jerusalems bilden. Die Tore selbst sollten aus Perlen bestehen. Diese sogenannten apokalyptischen Steine sollten zur Bawehr dämonischer Feinde und als Symbol für Schönheit, Harmonie und Glanz dienen. Die Zahl Zwölf galt in der Antike als heilige Zahl. In der Offenbarung 21, 10, 18-21 steht:

"Und zeigt mir die große Stadt, das heilige Jerusalem, herniedergefahren aus dem Hiummel von Gott.
Und der Bau ihrer Mauer war von JASPIS und die Stadt von lauterm GOLD gleich dem reinen Glase. Und die Grundsteine der Mauern um die Stadt waren geschmückt mit allerlei Edelgestein. Der erste Grund war ein JASPIS, der andere ein SAPHIR, der dritte ein CHALCEDON, der vierte ein SMARAGD, der fünfte ein SARDONYX, der sechste ein SARDER, der siebente ein CHRYSOLITH, der achte ein BERYLL, der neunte ein TOPAS, der zahnte ein CHRYSOPRAS, der elfte ein HYAZYNITH, der zwölfte ein ein AMETHYST.
Und die zwölf Tore waren zwölf PERLEN, und ein jegliches Tor war von einer PERLE; und die Gassen der Stadt waren lauteres GIOLD wie ein durchscheinend Glas."

Steine, Mensch und Glaube

Im Gegensatz zum alten Testament werden Edelsteine und Perlen im neuen Testament nur selten erwähnt. Der Prunk dieser Welt sollte verachtet und nur die himmlischen Schätze durften gepriesen werden. Paulus allerdings erinnert seine Gefährten daran, bei der Verkündung des Evangeliums, bildlich gesprochen, nur solche Materialien zu verwenden, die dem Feuer des Jüngsten Gerichts ebenso standhalten können wie die Edelsteine. Bei allem Wandel im einzelnen haben die Edelsteine die symbolische Bewertung, die ihnen von altersher zuerkannt wurde, niemals verloren. Die Antroposophen, die sich intensiv mit der Beziehung zwischen Mensch und Mineralreich auseinandersetzten, sehen in der Offenbarung des Johannes und der Apokalypse eine Versinnbildlichung der Durchdringung des Menschen durch das Mineralische. Die sinnliche Erscheinung der Edelsteine trägt für sie etwas in sich, das mit der geistigen Erscheinung korrespondiert.

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