Die Geschichte der Steinheilkunde www.stonedance.de

Die Vergangenheit

Wenn über die Geschichte der Steinheilkunde berichtet wird, fällt in der Regel der Name der Benediktineräbtissin Hildegard von Bingen. Diese herausragende Persönlichkeit des 12. Jahrhunderts schuf neben anderen Werken, zwei bis in die Jetztzeit wirkende Schriften zur Steinheilkunde: "Physika" (Naturkunde) *1 und "Causae et curae" (Heilkunde) *2.

Doch es gibt andere und ältere Zeugnisse, die uns von der Heilkraft der Steine berichten. Archäologische Funde deuten darauf hin. Noch heute existierende Traditionen der Naturvölker geben Zeugnis davon. Medizinische Werke alter Kulturen wie z.B. Indien, Mesopotamien, Ägypten, Griechenland und Rom erwähnen die Heilkraft der Steine. Die Heilanwendungen waren aber immer auch eingebunden in die kulturellen und religiösen Hintergründe.

Im Mittelalter verschwanden die Schriften der Hildegard von Bingen für viele Jahrhunderte in den Bibliotheken der Kirche und gerieten so sehr schnell in Vergessenheit. Die einsetzende Aufklärung im 17. Jahrhundert mit den entstehenden Naturwissenschaften stempelte dann auch noch die Heilkraft der Steine zum Aberglauben. Die Wirkungsweisen der Steine konnten mit den verfügbaren Mitteln dieser Zeit nicht erklärt werden. Aber Geheimgesellschaften und die Antroposophie konnten einen bescheidenen Teil des einstigen Wissens bis in die Neuzeit bewahren.

Die Gegenwart

Zweihundert Jahre einer vorwiegend Vernunft betonten Gesellschaft ließen der Heilkraft der Steine leider keinen Raum mehr. Das änderte sich ab 1983 schlagartig durch zeitgleiche aber unabhängige Veröffentlichungen in den Niederlanden, England und den USA. In den Folgejahren erschienen bis heute eine sehr große Anzahl von Publikationen zur Steinheilkunde.

Es entwickelten sich mit der Zeit verschiedene Anschauungsrichtungen, wie die traditionelle, die meditative und die esoterische, von der chinesischen Medizin inspirierte. 1992 erschien "Die Kraft der Steine" *3, ein erstmal sehr übersichtliches und gegliedertes Buch der Heilsteine. Die Auflage schnellte in kürzester Zeit sehr hoch und begründete auch damit die explosionsartige Nachfrage nach Heilsteinen. Auf mögliche soziologische, gesellschaftliche oder in der westlichen Religion begründetet Erklärungsversuche, will ich an dieser Stelle verzichten.

Die Steinheilkunde blieb zunächst von esoterischem Gedankengut stark geprägt. Einen umfassenden Überblick gibt dazu das Buch "Botschaft der Kristalle" *4. Heute wird die Steinheilkunde aber auch mit traditionellen Naturheilverfahren, der Kräuterheilkunde oder Akupunktur in Verbindung gebracht.

Die Zukunft

Der Weg dorthin ist noch zu gehen: Die Steinheilkunde als anerkanntes Naturheilverfahren.

Doch es sind bereits viele Menschen auf diesem Weg. Aus dem Forschungsprojekt Steinheilkunde in Stuttgart, entwickelte sich auf Basis empirisch-wissenschaftlich ermittelter "Heilstein-Arzneimittelbilder" die Analytische Steinheilkunde. Einer ihrer Protagonisten und viel gelesener und zitierter Autor ist Michael Gienger *5. Neben der Analytischen Steinheilkunde haben sich heute aus verschiedenen Wurzeln drei weitere, ernst zu nehmende Zweige herausgebildet: Die Intuitive, die Empirische und die Energetische Steinheilkunde.

Die große Nachfrage nach Beratung, Therapie und Heilsteinen selbst, rief und ruft auch unqualifizierte und unseriöse Anbieter auf den Plan. Damit das hohe Ziel einer anerkannten Steinheilkunde nicht gefährdet wird, wurde 1995 der gemeinnützige Verein Steinheilkunde e.V., Stuttgart *6 gegründet. Vereinsziele sind die Forschung und Entwicklung einer seriösen Steinheilkunde zu fördern. Neben der Öffentlichkeitsarbeit ist der Verbraucherschutz eine wesentliche Aufgaben. Zum Verbraucherschutz lesen Sie mehr in der Rubrik "Gesellschaft"

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