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Eine 21-tägigige Bretagne-Tour. www.stonedance.de
Reims

Die Kathedrale Notre-Dame in der nordfranzösischen Stadt Reims gilt als eine der architektonisch bedeutendsten gotischen Kirchen Frankreichs. Seit 1991 gehört sie zum Unesco-Weltkulturerbe. Jahrhundertelang wurden hier die französischen Könige gekrönt.

Eine gotische Kathedrale hat etwas eigenes, verwunschenes aber faszinierendes an sich. So auch diese. Mit dem Ziel Chartres im Kopf, hat sie leider nicht den Stellenwert einnehmen können, der ihr angemessen wäre. Aber unser Besuch hat sich dennoch gelohnt und sollte nicht versäumt werden.

 

Kathedrale von Reims

(Karte)

Mont-Saint-Michel

An der nördlichen Grenze der Normandie zur Bretagne gelegen, gehört der Mont-Saint-Michel zum quasi „Pflichtprogramm“. Das umso mehr, wenn jemals zuvor auf der englischen Seite des Kanals der Zwillingsberg St. Michael's Mount seine etwas anders gearteten Eindrücke hinterlassen hat.

Die französische Version ist etwas unbescheidener in ihrer Gesamterscheinung. Bereits der erste Blick vom Festland zur vermeintlichen Insel nötigt dem Auge und dem Hirn neue Sichtweisen ab. Es ist gar keine Insel. Reise- und Linienbusse „spülen“ über einen asphaltierten Damm Menschenmassen dem Herrn Michel vor die Füsse. Wenn es Abend und friedlich am Meer wird, verbleibt eine internationale Schar Campingmobilisten sauber aufgereiht auf dem Bergeiland zurück, um die Nacht dort zu verbringen. Es ist ja auch zu verstehen, dass sich Mann, Frau und Kind am nächsten Morgen als absolut erster Mensch den Verlockungen auf der Michaels-High-Street wie z.B. Caffee, Crepe, Cidre, Eisbecher, Riesenbratwurst mit Frites oder allerlei Andenken-Tinnef (Made by KingKong) hingeben möchten.
Wer dem Rummel entkommen möchte, braucht nur ein paar Schritte in die Seitengassen zu flüchten, um die ruhige Schönheit des Mont-Saint-Michel zu entdecken.

 

Mont-Saint-Michel

(Karte)

Dol de Bretagne

Es ist einer der größten Menhire der Bretagne (9,50 m hoch und 8,70 m Umfang). Sein Name
Champ-Dolent (Feld der Schmerzen) bezieht sich auf einen legendären Kampf der hier stattgefunden haben soll. Der Granitblock muss mindestens 5 km hierher transportiert worden sein. Man sagt, er würde alle 100 Jahre um eine Daumenlänge in die Erde absinken. Sein vollständiges Verschwinden würde den Untergang der Welt verkünden. Sie sollten also noch rechtzeitig hinfahren um ihn zu besuchen.

 

Menhir de Champ Dolent

(Karte)

Tregastel /Ploumanach

Von Ploumanach (Tourony Camping, Rue de Poul Palud) entlang der Cote de Granit Rose bis nach Perros-Guirec zieht sich der Sentier des Douaniers, der Pfad der Zöllner, durch ein steinernes Meer aus rosa Granit. Wind und Meer haben das Gestein zu sonderbaren Gestalten erodiert, welche die Phantasie dazu anregen ganz absonderliche Formen und Figuren zu erkennen.
Absurd anzusehen ist auch der Menhir de St-Uzec, ein beeindruckender Menhir bei Tregastel, der auf seiner Spitze ein Kruzifix trägt.



Cote de Granit Rose

(Karte)

Barnenez

Der Grand Cairn de Barnenez bei Kernelehen stand weit oben auf unserer Liste der „must have seen“ Orte unserer Reise. Mit Vorfreude sind wir auf dem fast leeren Parkplatz auf der Halbinsel Kernelehen zur Mittagszeit angekommen. Doch der Eingang zum Cairn war verschlossen. Auf dem französischen Hinweisschild haben wir errätselt, nicht die Mittagsruhe, sondern ein Streik versperrt uns den Zugang. Es war Freitag der 13. Juni. Wir entschlossen uns zu einer Umrundung des eingezäunten, ca. 6.000 jährigen Ganggrabes. Es ist ein riesiges Bauwerk, ein Tumulus aus zwei ineinander geschobenen Cairns von 11 Dolmen mit langen Gängen und Mauern aus losem Stein und Granitplatten als Decken. Manches wird eben auch reizvoll, wenn man nur seinen Betrachtungswinkel neu wählt. Wir werden den Ort nicht vergessen und zu gegebener Zeit einen neuen Versuch des ausführlichen Besuchs unternehmen. Auf der Weiterreise beeindruckte uns dafür der 58m hoch aufragende, zweistöckige Viadukt von Morlaix.

 

Cairn de Barnenez

(Karte)

Foret de Huelgoat

Der Foret de Huelgoat, das Land der Mythen und Legenden. Der Rest der großen innerbretonischen Wälder eignet sich vorzüglich für kleine Wanderungen und Spaziergänge. Machen Sie sich zuerst in Huelgoat im Office de Tourisme, Mouline du Chaos, umfassend in deutsch oder englisch kundig, welche bizarren und malerischen Plätze Sie auf keinen Fall auslassen sollten. Mouline du Chaos, das Felsenmeer aus Granit, begleitet Sie beeindruckend auf allen Wegen, als hätten Riesen ihr Spielzeug achtlos rumliegen lassen. Gehen Sie über die Eisentreppe in die unheimliche Grotte du Diable (Teufelsgrotte) und lauschen Sie dem eigentümlichen Gurgeln des Baches tief unter den Felsen. Den Roche Tremblante (schwankender Fels), der mit seinen 100t nur auf schmalem Grad ruht, in Bewegungen zu bringen gelang uns zwar nicht. Dafür hat uns Crepe und Cidre in der nahen Wald-Gastwirtschaft köstlich mit unserer Unfähigkeit versöhnt. Auf dem Liebespfad (Sentier des Amoureux) sind wir dann zur Grotte d` Artus gewandert und haben dort ein offensichtlich angekifftes Pärchen bei ihrem Musik-Happening gestört. In unmittelbarer Nähe hat vermutlich eine Ufobesatzung im Granit ein Selbsportrait hinterlassen. Warum nicht. Wo doch selbst die Wildschweine in kristallklarem Wasser baden (Mare aux Sagliers), ist fast alles vorstellbar.



Foret de Huelgoat

(Karte)

Menhir von Kerampeulven

Bevor Sie von Berrien nach Huelgoat einfahren, können Sie einen Abstecher von der D14 nach Kerampeulven zum 5m hohen Menhir machen. Im Wald steht er beim Parkplatz, einsam aber beeindruckend.

Wenn Sie wie wir mit dem Wohnmobil reisen, dann bietet sich der Camping De la Riviére D’Argent, ca. 3 km von Huelgoat an der Strasse nach Poullaouen an. Morgens wurden wir mit Baguette versorgt und auch sonst fehlte es an Nichts. Wir haben diesen Ort zu unserem Stützpunkt für Erkundungen des Foret de Huelgoat und für Tagesausflüge erkoren.

 



Menhir von Kerampeulven

(Karte)

Brennilis

Den Dolmen Ty-Ar-Boutiged haben wir erst im dritten „Anflug“ gefunden. Von der D764 kommend zweigt man gleich nach der Ortseinfahrt in Brennilis links zum Dorf Bellevue ab, wenn nicht gerade Straßenbauarbeiten die Beschilderung verdecken. Rechts ist dann gleich der sich lohnende Dolmen ausgeschildert. Die Besonderheit dieses Dolmens ist, dass in seinem Inneren ein Menhir wie selbstverständlich steht. Unsere drei Versuche sich ihm zu nähern waren nicht vergeblich.



Brennillis, Ty-Ar-Boutiged

(Karte)

Commana

Diese Allee couverte gilt als eine der schönsten der Bretagne. Nicht nur wegen seiner beeindruckenden Dimension von 11m Länge mit 18 Granitwandplatten, sondern auch wegen seiner großartigen Verzierungen (Dolche, Brustpaare) und seiner Zuordnung zur Muttergottheit.

 



Commana,
Allee couverte von Mougou Bihan

(Karte)

Guimiliau

In dem kleinen Ort findet man einen der berühmtesten umfriedeten Pfarrbezirke der Bretagne. Der Pfarrbezirk von Guimiliau wird von keinem anderen an Figurenreichtum übertroffen und bietet auch als Ganzes einen prächtigen Anblick. Für den 1581-1588 mit 200 Figuren gebauten Kalvarienberg sollte man sich ausreichend Zeit nehmen, denn das Auge wird nicht satt, wenn man erst den Besichtigungshinweis der kirchlichen Buchhandlung in Händen hält und vieles mit wissenden Augen anschaut. Was den Augen Recht ist, soll auch dem Magen nicht verwehrt bleiben. In den nahe liegenden Restaurants warteten Bretonische Köstlichkeiten mit Blick auf den Kalvarienberg auf uns. Ein Genus in jeder Hinsicht.



Umfriedeter Pfarrbezirk von Guimiliau

(Karte)

Erdeven / Kerzerho

In Erdeven werden die Steinreihen noch nicht hinter Gittern gehalten. Sie verlaufen bis an die Strasse (Parkplatz) und sind dem Touristenstrom schutzlos ausgesetzt. Selbst im Wald haben die Menhire keine Intimsphäre. Der Wald geleitet uns wie selbstverständlich. Erst nach einer Weile des Waldweges zeigten uns dann Schilder am Weg, dass wir auf dem richtigen Weg zum Mane-Braz sind (und zum Weihnachtsmarkt wären). Jetzt waren es nur noch wenige Schritte bis zur Anhöhe zum Mane-Braz. Ein beeindruckendes Ensemble mehrerer Dolmen und/oder Steingräber. Mir war der Ort nicht gewogen. Auf einem Stein zum fotografieren steigend, hat mich der Geist dieses Ortes wieder zur Ordnung gerufen und kurzer Hand ins Gras geworfen.



Carnac-Erdeven

(Karte)


Erdeven - Mane Braz

Carnac Le Menec
Carnac Kermario

Alignements du Menec ist erst der Anfang einer den logischen Verstand überfordernden, langen und breiten Reihe von Menhirfeldern (Le Menec, Kermario und Kerlescan). Dreitausend Monolithen, die vor 6000 Jahren in Reihen aufgestellt wurden, warten immer noch auf eine logische Erklärung unserer doch so fortschrittlichen Zivilisation. Bis heute wissen wir noch nichts mit letzter Gewissheit. Warum und wozu bleibt im Dunkel unserer finsteren Vergangenheit. Auch wenn über die Jahrtausende noch so abstruse Theorien, entsprechend der jeweiligen Zeit entstanden sind, eine Erklärung der Steine haben auch sie nicht geliefert. Brauchen wir eigentlich eine solche? Warum kann es uns nicht genügen, dass sie vor sehr, sehr langer Zeit nicht dort waren, dann waren und heute sind, so wie sie sind und einmal werden sie nicht mehr da sein. Bis dahin dürfen wir uns freuen, dass wir noch staunen können.
Im Zoo schützt man die Menschen vor den Raubtieren. In Carnac schützt man die „Raubtiere“ vor dem Menschen. Die Alignements werden konsequent hinter einem Drahtzaun gehalten um sie vor den zweibeinigen Massen-Schädlingen zu schützen. Mit den Augen jedoch kann man gut die Dimensionen der Felder in der Natur ermessen. Im Carnac Tourist Information Centre (Menec) hat man auch die Möglichkeit die Ausdehnungen in Dioramen zu bestaunen.



Carnac-Menec Alignements

(Karte)


Carnac-Kermario Alignements

Locmariaquer

Kann es nach der Gigomantie der Steinreihen von Carnac noch etwas Größeres geben? Ja, auf der Halbinsel Locmariaquer am Golf von Morbihan drängen sich ein gutes Dutzend bedeutender Steindenkmäler. Nicht alle haben wir diesmal besucht, aber die Wenigen hatten es in sich.


Dolmen de la Pierres-Plates

Gleich neben dem Dolmen de la Pierre-Plates gibt es an der Route de Kerhere am Meer einen Stellplatz wo sie 24 Stunden ihr Wohnmobil abstellen, dürfen (frühzeitiges Erscheinen sichert noch einen Stellplatz; Juni). Wenn Sie zum Pierres-Plates in 5 min gehen, denken Sie an eine Taschenlampe. Wir haben sie zum Schutz unserer Köpfe benötigt und um die reichhaltigen Verzierungen an den Wänden betrachten zu können. Gehe Sie einmal in diese Galerie der megalithischen Kunst unter Tage.

Karte

 

Stellplatz-Karte


Dolmen de la Pierres-Plates

Locmariaquer
Table des Marchands

Wenn wir schon im dunkeln sind, dann können wir das mit dem Table des Marchands noch fortsetzen. Seinen Namen hat er von der enorm großen Steinplatte, welche die „Grabkammer“ bedeckt. Bei einer Deckenhöhe von 2,50 m hat man genügend Bewegungsfreiheit die Verzierungen an Decke und Wänden staunend zu observieren. Hier schließt sich der Kreis, denn die Kunst im Pierres-Plates zeigt eine abgeleitete Zeichenserie.



La Table des Marchands

Locmariaquer
Grand Menhir

Dieser Riese unter den bretonischen Menhiren war mehr als 20 m lang und 350 Tonnen schwer. Er liegt in vier großen Stücken auf der Erde. Man glaubte, in ihm das Zentralelement eines die Bauwerke von Carnac und Locmariaquer verbindenden astronomischen Systems zu sehen. Nach neuen Forschungen haben die Menschen der Jungsteinzeit selbst den Menhir zerteilt, um mit seinen Stücken Dolmen zu bedecken. Eine Theorie, die durch die Entdeckung der verbundenen Gravuren von Gravinis und La Table des Marchands bestärkt wird.



Le Grand Menhir

Saint-Just - Camping Les Landes de Cojoux

Die Gemeinde Saint-Just besitzt eine der schönsten Megalithanlagen der inneren Bretagne. Die Anzahl der örtlichen Menhire ist die zweitgrößte nach Carnac. Wäre da nicht die Empfehlung von Michael Gienger gewesen, dem deutschen „Edelstein-Papst“, Saint-Just wäre für uns nur einer der vielen Flecken auf der Landkarte geblieben. Wenn wir es überhaupt registriert hätten. Es ist auch nicht gerade einfach zu finden. Allein der Besuch des Tourismusbüros des Ortes ist ein Erlebnis. Die junge Frau des Hauses ist ein Genuss. Mit sichtbar zunehmender Begeisterung konnte sie unsere Fragen, in der uns gemeinsam ungewohnten englischen Sprache, ausreichend beantworten. Wir gingen bestens informiert und präpariert zurück zu unserem Camping Les Landes de Cojoux. Am nächsten Morgen begannen wir dann, das Gelernte vom Campingplatz aus in einer Exkursion von ca. 2,5 Stunden und 5 Etappen gemächlich umzusetzen. Begrüßt haben uns die drei Alignement du Moulin. Eine nördliche, bestehend aus 15 Quarzblöcken mit Kristallisationen. Eine südliche Reihe aus schönen Schieferblöcken errichtet. Und eine aus 5 Blöcken, senkrecht zu den andern beiden, vervollständigen das Ensemble bei der alten Mühle. Ein wahrlich eigenartiger Ort. Wie kann man erklären, dass das Pendel bei der letzteren Reihe in seinen Schwingungen pumpt? Gehen wir weiter zu den Demoiselles de Cojoux, zwei schönen Jungfrauen die durch göttliches Gericht zu Stein verwandelt wurden, weil sie statt eines Vesperbesuchs auf der Heide tanzten. Nächste Etappe ist das Chateau-Bu, ein in der Bretagne einzigartiges Monument. Nach der Legende wurde hier jedes Jahr ein Kalb geopfert. Erst die Grabungen können seine ehemalige Rolle als Tempel oder Grabstätte präzisieren. Croix Saint-Pierre sind drei unterschiedlich gestaltete Seinsetzungen. Interessant ist auch Le Tribunal. Die Steine und ihre Formen sind eigenwillig. Die Anordnung im Halbkreis lässt ein Observatorium vermuten. Anders Four Sarrazin, ein eigenwilliges Megalithgrab mit seitlichem Eingang.

Am nächsten Tag sind wir dann mit dem Motorroller zu der etwa 3 km abgelegenen Allée Couverte de Tréal gefahren und dort im Wald zu der schönen Schiefer-Allee gewandert. Sie hat 24 Steinplatten und 15 Decktische.




Alignement du Moulin


Le Tribunal


Saint-Just - Allée Couverte de Tréal

(Karte)

Broceliande - Trehorenteuc

Broceliande finden sie auf keiner amtlichen Landkarte. Doch kommen Sie mit in den Foret de Paimpont – dann haben Sie eine Chance, Broceliande nahe zu sein. Es ist ein Wald, den man in sich selbst trägt und dem man immer hofft zu begegnen. Er ist ein Wald des Traums und der Verzauberung. In Broceliande vermischen sich die Fäden der Natur, der Geschichte und der Legenden, sie vereinigen sich, sie antworten und sie durchdringen sich gegenseitig, um unaufhörlich die Faszination des Waldes und der Bäume neu zu bilden. Die Vorstellungskraft unserer Träume verwurzelt sich in einer Landschaft. Im Broceliande verankert sich die Legende in den Felsen, den Gewässern und dem Baum.
Brocelliande, das ist eine Naturlandschaft, eine geschützte Region, durchzogen von bezeichneten Wanderwegen, aber auch und vor allem von den Sagen um König Artus und dem Gral. Es ist ein Land, aufgetaucht aus den Tiefen der Zeit, Land, das sein Wesen, seine Wurzeln, seine Farben und Wunder bewahrt hat. Wie Trehorenteuqc, eine Gemeinde die das ländliche Erbe bewahrt hat. Sie ist Ausgangspunkt für viele Wanderwege. Die Kapelle von Trehorenteuqc ist als „Kapelle des Gral“ bekannt und trägt die vielsagende Inschrift „die Tür ist innen“. Zwischen 1942 und 1962 hatte sich der Dorfpfarrer Abbe Gillard mit Leib und Seele der Landschaft und ihren keltischen Mythen verschrieben. Er restaurierte die Kirche, wobei er die Legenden der Gegend und die Geschichte des Heiligen Gral verknüpfte. Ein deutschsprachiger Führer aus dem gegenüberliegenden Tourismusbüro erklärt ausführlich die Bildersprache und Symbolik der Kapelle.
Das Tal ohne Wiederkehr (Le Val sans Retour). Ein tief eingeschnittenes Tal mit einem teils abenteuerlichen. schönen Wanderweg von etwa 3 bis 4 km. Das Tal kann zu bestimmten Zeiten im Jahr überflutet sein. Seinen Anfang nimmt das Tal beim Goldenen Baum (Arbre d’or).

Die Quelle von Barenton. Vom großen Parkplatz bei Folle Pensee führt ein 20 min. Waldweg zur Quelle. An diesem Ort haben sich Merlin und Viviane getroffen. Man sagt die Quelle kocht (aufsteigende Blasen) und wenn Unvorsichtige Wasser auf den Findling neben der Quelle gießen (Merlins Perron) kann es zu einem Unwetter kommen. In der Nähe bei Folle Pensee liegt auch der entzückende Camping Barenton.



Trehorenteuc, Foret de Paimpont


Chateau de Comper, Centre de L'Imaginaire Arturian


Broceliande - Zauberwald

(Karte)

Chartres

Nach all den erhebenden Eindrücken unserer Reise haben wir uns den erhabensten zum Abschluss aufgehoben. Die Kathedrale von Chartres wird nicht nur in der einschlägigen Literatur viel gelobt, sie ist auch für uns ein einmaliges Bauwerk mit einer tief anrührenden Ausstrahlung. Es war vielleicht die intensive Beschäftigung mit dieser Kathedrale im Vorfeld unserer Reise oder ihre heilige Geometrie oder der göttliche Funke der uns beseelt hat, in der Kathedrale des Kosmos oder ..... Wir lassen es einmal ungeklärt. Sicher ist nur, dass die Kathedrale uns täglich auf den höchsten Punkt der Stadt gezogen hat, 4 km zu Fuss vom Campingplatz aus - 4 Tage lang. Es war schier wie eine Sucht. Ein vergleichbar starkes Gefühl hatte ich nur in der Kathedrale von Wells in England. Nur konnte ich es dort noch nicht zur Gänze interpretieren und in das Weltbild eines Atheisten einbauen. Ganz anders hier. Jeder Erklärungsversuch lenkt nur ab von dem Hier und Jetzt. "Sein" allein ist die Antwort.

Kommt man durch das Hauptportal aus dem gleißenden Tageslicht in das zunächst dunkel anmutende Hauptschiff der Kathedrale, betritt man eine gewandelte Welt. Es dauert einen Moment bis sich die Augen neu fokussiert haben. Einen besonderen Reiz hat dieser Augenblick, wenn die Orgel gerade spielt, ein Chor zufällig singt oder in diesem Moment eine Andacht abgehalten wird. Wie das geänderte Licht die Netzhaut einstellt, so stellt sich unweigerlich eine Gänsehaut am Körper ein.



Cathedrale Notre-Dame de Chartres

(Karte)

Chartres - Labyrinth

Eine erste Näherung an das Labyrinth kann mit diesem Artikel gelingen. Oder die zweite und intensivere Annäherung vielleicht durch eine Geschichte.
Eventuell hilft aber auch ein Bild weiter. Der Beste und intensivste Weg zur eigenen Mitte aber ist der eigene Weg durch das Labyrinth von Chartres. Immer wieder freitags ist der große Tag. Dann werden die Stühle, die das Labyrinth nur erahnen lassen, zur Seite geräumt und die Wissenden haben freie Bahn. Schon am frühen Morgen finden sich viele Menschen ausschließlich zu diesem Fest ein. Es bildet sich schnell eine geduldige Menschenschlange, welche geordnet und mit Andacht dem langen Weg durch die Windungen und Wendungen des Labyrinths zustrebt. Ist man an der Reihe sich auf die Reise zu begeben, dauert es mitunter ein paar Minuten, bis man seinen eigenen Rhythmus und sein Tempo in der Vielzahl der anderen „Reisenden“ gefunden hat. Aber auch das ist meditativ wie der gesamte Weg. Es stellt sich eine innere Ruhe ein, von der viele Autoren berichteten. Dem Einen oder Anderen rinnen Tränen runter. Es ist eigenartig, denn sie sind nicht durch Trauer ausgelöst. Eher greift hier die Freude, sich gemeinsam aber doch alleine auf diesem Weg zu sich selbst zu befinden. Da die „normalen“ Besucher der Kathedrale und des Labyrinths zu jeder Zeit ihren Weg in diesem Haus frei wählen dürfen, benutzen sie auch mit ihrer Unwissenheit und mit Unbedarftheit das Labyrinth mit. Sie stören dennoch nicht, denn meist verlieren sie schnell die Lust an ihrer eigenen Entwicklung. Als älterer Mann, der mit nackten Füßen seinen Pilgerweg langsam zur Mitte geht, habe ich nur Mitleid für die Menschen übrig, die eine große Chance für sich negieren und sich lieber den vermeintlich schneller erreichbaren Verlockungen zuwenden. Ich habe nach langem Weg die Mitte des Labyrinths erreicht.
Wenn wir sie zu einer besonderen Pilgerreise für nächstes Jahr (2009) verführt haben, dann schauen sie doch bei Reisen mit Gernot Candolini vorbei.



Labyrinth Notre-Dame de Chartres

© 1999-2008S. Schicht-Kammerer, STONEDANCE.DE
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